DIE LEISEN HELDEN VON DUISBURG

Ein Stadtteil im Ruhrgebiet wird besonders oft als Paradebeispiel für "das Problemviertel" genannt: Duisburg-Marxloh... Doch gerade hier gibt es besonders engagierte Menschen, die uns allen beweisen, dass es sich lohnt für bessere Lebensumstände zu kämpfen...

Die leisen Helden von Duisburg

Ein Jahr lang begleitet die Reportage zwei Menschen, die zupacken und helfen, wo die Not besonders groß ist. Christine Bleks und Pater Oliver engagieren sich in Duisburg-Marxloh, einem der problematischsten Stadtteile im Ruhrgebiet.
Kinder in Armut
Christine Bleks hat festgestellt, dass hier sehr viele Kinder leben. Die meisten sind besonders arm und ihre Chancen auf einen guten Schulabschluss sind minimal. Deshalb hat Christine vor drei Jahren den Verein „Tausche Bildung für Wohnen“ gegründet. Ihre Idee: Studenten wohnen ein Jahr in Marxloh umsonst und geben im Tausch dafür den Kindern Nachhilfe. Das Projekt ist läuft seit zwei Jahren erfolgreich, auch wenn es permanent neue bürokratische Hürden zu überwinden gilt.
Ein Gemeindehaus wird zum Hilfskrankenhaus
Bei Pater Oliver stehen die Türen der Kirche und des Gemeindehauses immer offen. Für alle, die Hilfe brauchen. Und das sind jede Woche fast 1.000 Menschen. Freiwillige Ärzte und Krankenschwestern bauten das Gemeindehaus zu einem kleinen Hilfskrankenhaus um. Die medizinischen Geräte sind bei Ebay ersteigert. 16.000 Einwohner sind nach Schätzung von Pater Oliver in Marxloh ohne Krankenversicherung. Weil sich niemand für sie verantwortlich fühlt, gründete er eine Anlaufstelle für diese Menschen.

Regie: Eva Schötteldreier
Schnittregie: Birgit Schulz

Kamera: Steffen Bohn, Dieter Stürmer
Ton: Filipp Forberg, Sebastian Stahl
Schnitt: Ole Heller

Produktionsleitung: Rolf Bremenkamp / Monika Mack
Produzentin: Birgit Schulz
Redaktion: Johanna Holzhauer, Andrea Ernst

Eine Produktion der Bildersturm Filmproduktion im Auftrag des WDR

Erstsendung: 28.09.2017 / 23:25 Uhr / WDR Fernsehen



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