DIE HÄLFTE DES HIMMELS (AT)

„Frauen tragen die Hälfte des Himmels“, sagt ein chinesisches Sprichwort. Tatsächlich tragen abertausende Frauen in ihrem Leben vor allem die Hölle.

Der Film nähert sich vier Frauen, die in verschiedenen Entwicklungsländern grausame Schicksale erlitten und dennoch ihr Leben nicht aufgegeben haben. Frauen, die trotz Demütigung, psychischer und physischer Gewalt, ihr Schicksal nicht ergeben erduldet, sondern sich aus schwierigsten Situationen frei gekämpft haben. Frauen, die Initiative ergriffen und sich trotz großer Gefahren zur Wehr gesetzt haben. So sind sie letztlich über das Leid zu starken Persönlichkeiten gereift.

Noch in den letzten Winkeln dieser Erde finden wir Frauen, die ohne Vorbildung, ohne Wissen um irgendetwas von der Welt, das über die eigenen Dorfgrenzen hinausgeht, quasi aus dem „Nichts“ heraus die Kraft zur Gegenwehr entfalten, zur Gegenwehr für sich und für viele andere. Die nichts weniger schaffen, als ein neues Selbst-Bewusstsein, als die Welt zu verändern. Und die etwas sehr nahe Liegendes einklagen: dass Menschenrechte auch für Frauen gelten.

Es handelt sich um Frauen wie Meena Hasina aus Bihar in Indien, die verschleppt und zur Prostitution gezwungen wurde und heute gegen Sexsklaverei in Indien kämpft oder Edna Adam aus Somaliland, die zwangsbeschnitten wurde und heute eine Geburtsklinik leitet. Um Frauen wie Usha Narayane aus Indien, die fast einem Säureattentat zum Opfer gefallen wäre und heute andere Frauen davon überzeugt, ihr eigenes Business aufzumachen oder Mukhtar Mai aus Pakistan, die einer Massenvergewaltigung zum Opfer fiel und heute in ihrem Land für die Schulausbildung von Mädchen kämpft.

Der Film soll bei den Zuschauern Fassungslosigkeit und Wut erzeugen und eine Realität an Gewalt benennen, die in Hunderten von Ländern alltäglich und normal ist. Der Film will die neuen Zeugen aufrütteln und zum politischen Handeln verleiten. Als Zielpublikum sehen wir alle politisch Interessierten in den Ländern der ersten Welt.

Denn er zeigt auch Lösungsansätze auf. Wir lernen über unsere Protagonistinnen Hilfsorganisationen und ihren mutigen Kampf für Gleichberechtigung kennen, wir gehen in Schulen, Krankenhäuser und Begegnungsstätten für Not leidende Frauen und führen vor Augen, dass niemand nur Opfer sein muss und jeder helfen kann.

Denn überall da, wo Frauen etwas zu sagen haben, nimmt die Gewalt der Männer spürbar ab....

Buch/Regie: Claudia Schmid
Producer/in: Monika Mack, Rolf Bremenkamp
Produzentin: Birgit Schulz

Gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW.


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