PETRA KELLY - NOT FOR NOTHING

Ein Film von Doris Metz

Petra Kelly war eine Ausnahmeerscheinung. Ihr Leben war ein großer Wurf, ihr Ende eine Tragödie. Ihr einsamer wie gnadenlos-öffentlicher Tod hat ihr erfolgreiches politisches Leben überschattet. Dabei forderte Petra Kelly bereits vor 40 Jahren unerbittlich die radikale Transformation der Gesellschaft, eine blockfreie Welt ohne Waffen und den Frieden mit der Natur. Umwelt-, Friedens- und Menschenrechtsfragen waren für sie eins.

Sie wurde zur Symbolfigur der Friedensbewegung gegen atomare Aufrüstung in Europa und war mit ostdeutschen Intellektuellen Wolf Biermann ebenso im Austausch wie mit internationalen Mitstreiter:innen wie Joan Baez und dem Dalai Lama. Das Times-Magazin rechnet sie zu den tausend überragenden Gestalten des 20. Jahrhunderts.

Petra Kelly glaubte daran, dass man als einzelner Mensch die Welt verändern kann.

Der Film erzählt von einer der wirkmächtigsten Persönlichkeiten in der alten Bonner Republik. Er destilliert die Beweggründe und Gefühle, die Petra Kellys Handeln geleitet haben - kein Biopic und keine eindimensionale Heldinnengeschichte, sondern ein bildermächtiger, durchkomponierter, politisch reflektierender Kinodokumentarfilm, der auch Brüche, Ambivalenzen und innere Widersprüche der Hauptfigur und der Zeit sichtbar macht.

Neuerdings interessieren sich die jungen Ökofeministinnen der Fridays for Future-Bewegung für Petra Kelly und beschäftigen sich inmitten der heutigen climate crisis plötzlich mit ihrem politischen Vermächtnis. So erlebt die mythische Gründungsfigur der Grünen mitsamt ihrem visionären globalen Denken eine politische Renaissance im 21. Jahrhundert.
Petra Kelly war mit ihrem Politikverständnis modern und ihrer Zeit weit voraus. Das machte sie damals oft einsam, heute jedoch, gerade auch für die junge Generation, politisch anschlussfähig, so die zentrale These des Films.

 

Buch & Regie: Doris Metz

Kamera: Sophie Maintigneux
Ton: Ivonne Gärber

Montage: Nina Ergang

Producerin: Monika Mack
Produktionsleitung: Katharina Jakobs

Produzentin: Birgit Schulz

Eine Produktion der Bildersturm Filmproduktion GmbH in Koproduktion mit dem RBB, ARTE und dem BR, gefördert vom Medienboard Berlin Brandenburg, der Film- und Medienstiftung NRW und dem FilmFernseh Fonds Bayern.

Kinostart:  2023

Zurück