WO LIEBE ALLEIN NICHT HILFT – Wenn Angehörige an Depression erkranken

Ein Film vom Gerhard Schick

Seitdem Nils denken kann, war seine Mutter depressiv. Die ganze Familie litt unter ihrer Krankheit, über Monate hinweg verschwand sie - für das Kind Nils ins Ungewisse. Er dachte immer wieder, sie käme nie mehr zurück. Heute weiß er, dass sie dann in der Klinik war.

Bevor Teresa Enke wusste, was Depression wirklich bedeutet, hat sie fest daran geglaubt, dass sie und Robert es mit Liebe schaffen würden. Bis der berühmte Torwart sich vor zehn Jahren das Leben nahm.

Wenn die Partner, die Eltern oder die Geschwister depressiv werden, gerät auch das eigene Leben aus den Fugen. Depression löst Hilflosigkeit und tiefe Ängste aus, verlangt aber auch oft nach harten Entscheidungen: Bleibe ich oder gehe ich? Kann ich die Verbindung zu dem geliebten Menschen weiterführen? Vernachlässige ich mein eigenes Leben oder nehme ich es endlich in die Hand?

Nils will es nach einer gescheiterten Beziehung endlich schaffen, die eigene Familie mit dem neu geborenen Kind durch ein Leben ohne Abgründe zu führen.

Teresa hat eine Stiftung für den Kampf gegen die Volkskrankheit Depression gegründet, die gerade ein Virtual-Reality-Projekt entwickelt hat, mit dem man erleben kann, wie es im Kopf von depressiven Menschen aussieht.

Aber gleichzeitig bereitet sie sich auf den 10. Todestag von Robert Enke vor und erlebt noch einmal in die Gefühle von einst.

Buch & Regie: Gerhard Schick

Schnitt: Anika Simon
Kamera: Henning Drechsler
Ton: Sebastian Stahl
Musik: Markus Aust
Tonmischung: ping tonstudios Gerd Nesgen
Farbkorrektur: Dany Schelby
Mitarbeit: Monika Mack
Produzentin: Birgit Schulz
Producerin: Renate Werner
Redaktion: Christiane Mausbach

Eine Produktion der Bildersturm Filproduktion im Auftrag des WDR

Das Erste, Sonntag, 17.11.2019, 17.30 – 18.00 Uhr

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